2026-09-09 15:11 UTC
Funktionierender Code ist noch lange kein sicherer Code:
Mein Weckruf beim Vibe-Coding. ⚠️
Mit KI zu entwickeln, fühlt sich an wie eine Superkraft: Funktionen, für die man früher Wochen brauchte, stehen plötzlich in Minuten. Genau so entsteht aktuell die neue Version meiner Lernplattform alpha.didaquiz.com.
Doch während Gemini und Claude den Code im Rekordtempo bauten, stellte ich mir eine entscheidende Frage: Was passiert eigentlich mit der Sicherheit, wenn man die KI einfach machen lässt?
Um das zu prüfen, habe ich den generierten Code einem Sicherheits-Review durch Mistral Codestral unterzogen. Das Ergebnis war ein echter Augenöffner:
🔴 Hardcoded Secrets: Datenbankpasswörter und API-Keys lagen ungeschützt im Klartext in öffentlich abrufbaren PHP-Dateien – teils mehrfach redundant.
🔴 Faule Abkürzungen: Statt alten Code sicher neu zu strukturieren, baute der Agent einfach heimlich einen Adapter und liess die unsicheren Altlasten stehen.
🔴 Gefährliche «Kreativität»: Trotz klarer Sicherheits-Prompts baute die KI einen Klartext-Key als «Fallback» ein – für den Fall, dass der Zugriff auf die geschützte .env-Datei scheitert.
Mein Fazit als EdTech-Entwickler: Vibe-Coding nimmt uns das Schreiben von Code ab, aber niemals die Verantwortung. Gerade bei Bildungsplattformen, auf denen sensible Daten liegen, reicht «Es läuft doch!» nicht aus.
KI ist ein genialer Junior-Entwickler – aber wer die Sicherheitsarchitektur nicht aktiv hinterfragt und auditiert, baut sich unbemerkt gravierende Hintertüren ein.
💡 Für Neugierige: Auf alpha.didaquiz.com könnt ihr den aktuellen Stand der Plattform testen – inzwischen mehrfach gehärtet und sicherheitsüberprüft. 😉
Wie handhabt ihr die Code-Reviews bei KI-generierten Projekten? Nutzt ihr dafür spezialisierte Audit-Tools?
#didaquiz #FediLZ #ITSecurity
Replies (0)
No replies.