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@Pistolenkind@wien.rocks

2026-09-02 21:53 UTC

Eines der größten Probleme mit toxischen Vorbildern ist, dass immer noch Menschen Selbstvertrauen damit verwechseln ein Arschloch zu sein. Das ist gerade für unsichere junge Männer attraktiv, weil echtes Selbstvertrauen ziemlich langweilig aussieht: Grenzen setzen, Frustration aushalten, Verantwortung übernehmen, Kompetenzen erwerben, ein Nein verkraften, sich entschuldigen können, nicht jede Kränkung zum Statuskampf machen. Die toxische Variante ist viel einfacher zu imitieren: laut sein, dominant auftreten, niemals Schwäche zeigen, Frauen abwerten, Geld und Status präsentieren, Widerspruch als Respektlosigkeit behandeln.

Replies (1)

  • @Pistolenkind@wien.rocks 2026-09-02 22:11

    Klar. Wem eiferst du nach: Dem Typ mit dem Ferrari, der dir sagst, dass dich das ausmacht, oder den Mann mit seiner Katze? Der braucht den Ferrari nicht, um sich für wertvoll zu halten. Und das ist der fundamentale Marketingtrick. Der Guru zeigt dir zuerst Statussymbole und bringt dir anschließend bei, dass du genau diese Dinge brauchst, um ein erfolgreicher Mann zu sein. Dann verkauft er dir den Weg dorthin. Das Produkt braucht zunächst einen Mangel, und notfalls erzeugt es ihn: Dein normales Leben reicht nicht. Dein Körper reicht nicht. Dein Einkommen reicht nicht. Du bekommst nicht genügend Frauen. Andere Männer respektieren dich nicht genug.

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