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@NichtVielZuSagen@climatejustice.social

2026-09-13 16:47 UTC

Große Frage, kleine Antwort Will mal wieder Beiträge loschen, die wohl niemand interessiert haben (kein Teilen, keine Favorisierung, kein Kommentar). Dabei bin ich auf eine - fast rhetorische - Frage gestoßen: "Ich frage mich, welche Quellen KI-Chatbots "zurate ziehen", wenn die Frage kommt: Haben Erneuerbare eine Chance, sich zu 100% im deutschen Energiesystem durchzusetzen? Wenn ja, wie lange dauert das noch?" Es kam mir nur auf die Quellen-Links an, die Interpretation schaff ich selber. Die meisten Frage-Antwort-Seiten sind ja mit Quellenangaben sparsam: https://alleantworten.de/wann-werden-wir-zu-100-erneuerbare-energie-haben Seit damals sind einige Monate ins Land gegangen. Jetzt hab ich mich an 'duck.ai' erinnert und es damit probiert. (Duck.ai greift hier auf GPT 5.6 zurück) Das Ergebnis: "Ja – technisch ist ein Energiesystem mit nahezu 100 % erneuerbaren Energien in Deutschland grundsätzlich möglich. Die entscheidende Frage ist weniger die physikalische Machbarkeit als die Geschwindigkeit von Ausbau, Netzen, Speichern, Effizienzmaßnahmen und Elektrifizierung. Wichtig ist die Unterscheidung: -- Strom: 2025 stammten bereits 55,1 % des deutschen Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen. Das gesetzliche Ziel liegt bei mindestens 80 % im Jahr 2030. -- Gesamtes Energiesystem: Beim Brutto-Endenergieverbrauch – also einschließlich Wärme und Verkehr – lag der Anteil 2025 erst bei 23,8 %. Wärme erreichte 19 %, Verkehr 8 %. Ein realistischer Zeitrahmen: Für ein weitgehend erneuerbares deutsches Energiesystem ist 2045 der plausibelste Zielhorizont. Fraunhofer-ISE-Szenarien zeigen, dass bis dahin ein klimaneutrales, praktisch vollständig erneuerbares System möglich ist. Dafür wären unter anderem etwa 300 GW Windkraft und 470 GW Photovoltaik, ein deutlich stärkeres Stromnetz, Speicher, flexible Nachfrage und eine Wasserstoffinfrastruktur nötig. umweltinstitut.org Das System würde allerdings nicht bedeuten, dass in jeder einzelnen Stunde ausschließlich in Deutschland erzeugter Wind- und Solarstrom verwendet wird. Es würde vielmehr auf einem Mix beruhen aus: -- Windkraft und Photovoltaik, -- Wasserkraft, Biomasse und Geothermie, -- Batterien sowie Wärme- und Wasserstoffspeichern, -- europäischem Stromaustausch, -- flexiblen Verbrauchern wie Wärmepumpen, Elektroautos und Industrie, -- klimaneutralem Wasserstoff für Industrie, Schifffahrt, Luftverkehr und als Reserve. Die größten Engpässe liegen derzeit nicht bei der Erzeugungstechnologie, sondern bei Genehmigungen, Netzausbau, Akzeptanz, Fachkräften, Gebäudesanierung und dem schleppenden Umbau von Wärme und Verkehr. Besonders deutlich ist die Lücke zwischen den Sektoren: Während der Stromanteil schnell wächst, entwickeln sich Wärme und Verkehr wesentlich langsamer. Meine Einschätzung lautet daher: -- 100 % erneuerbarer Strom: wahrscheinlich in den 2030er- bis frühen 2040er-Jahren erreichbar, wenn der Ausbau stark beschleunigt wird. -- Nahezu vollständig erneuerbares Gesamtsystem: bis etwa 2045 realistisch. -- Exakt 100 % jederzeit und ohne Importe: nicht notwendig und wirtschaftlich vermutlich auch nicht sinnvoll. Ein europäisch vernetztes System mit gelegentlichen Importen und Exporten ist robuster und günstiger. Kurz gesagt: Ja, die Chance ist sehr groß. Bis 2045 ist es technisch erreichbar – politisch und organisatorisch aber keineswegs automatisch." --- Kommentar "NAHEZU VOLLSTÄNDIG ERNEUERBARES Gesamtsystem" ist nicht das, wonach ich gefragt habe. Im Antworttext und im Anhang werden weitere ORGANISATIONEN sls Quellen angegeben: BMWI, Germanwatch, DIW. Aber keine direkten Links, so daß man immer noch gezielt weitersuchen müßte. Weiß die KI nicht, auf welchen Text sie sich bezieht? Scheint so. Ein schwaches Ergebnis. Für eine ECHTE Quellensuche wäre man damit nicht viel weiter. Ohne Suchmaschine geht es also auch mit Chat-GPT wohl nicht - zumindest bei der verwendeten Form der Fragestellung.

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