2026-08-21 08:13 UTC
Emil Cioran negiert in seinem Werk "Lehre vom Zerfall" jedem aufkeimenden Gedanken, jeden Hoffnungsschimmer der seinen schlaflosen Geist kreuzt.
Er negiert Gott, die Religion, die Menschheit. Er verlässt sich dabei nicht auf schlüssige Argumente, vielmehr auf beinahe schon poetisch anmutende Ausführungen seiner Gedankengänge.
Sein Jargon ist voll von negativen Begriffen und Satzkonstrukten. Er schreibt auch über seine Unfähigkeit zum Selbstmord, und über "extatische Heilige" die er bewundert, aber ihren Glauben nicht nachspüren kann.
Das Buch war tw. recht schwer zu lesen, weil ich seine Gedanken nicht immer nachvollziehen konnte. Durch die mangelnde Argumentation fühlt es sich über weite Strecken an als würde man zusammenhängende Aphorismen aufnehmen.
Trotzdem bin ich froh das Buch gelesen zu haben, sein Stil ist nicht so lebendig wie der Nietzsches, aber was er vermittelt geht weit über den Nihilismus Nietzsches hinaus. Zumindest wenn ich das betrachte was ich von den beiden kenne.
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