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2026-01-07 21:21 UTC
Habe gerade diesen Banger an Analyse gelesen: C. Amlinger und O. Nachtwey, „Sehnsucht nach Zerstörung“, Blätter für deutsche und internationale Politik, Nr. 11/2025, S. 43–53
Würde ich allen politisch interessierten Entitäten empfehlen. Das löst so viele Knoten in meinem Kopf und rollt lose Fäden ordentlich auf, unter anderem:
Wie und warum vertikaler Klassenkampf im Diskurs auf die Horizontale umgelagert wurdeDass Faschismus unter der Linse der soziopolitischen Destruktivität effektiver zu verstehen istDen psychologischen Hintergrund von dem „Bedürfnis für Chaos“Dass „methodische Empathie“ nicht Verzeihen impliziertDas Ding ist lang, aber auch gut in Teilen verdaubar. Mein Lieblingszitat (Formattierung meine):
In der Zeit nach dem Fortschritt
werden Gewinne und Verluste in einer Nullsummenlogik
miteinander verknüpft:
Was die eine gewinnt,
muss zwangsläufig ein anderer verlieren.
Verteilungskonflikte kippen in die Horizontale.
Voneinander unabhängige Prozesse
werden über falsche Zusammenhänge
amalgamiert und projektiv verknüpft:
An der maroden Infrastruktur sind die Linken,
am blockierten Aufstieg die Geflüchteten Schuld.
Aus dem Gefühl des blockierten Lebens
erwächst eine hyperindividualistische Weltwahrnehmung,
in der Fortschritt nur noch
auf Kosten anderer möglich ist.
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